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Milchtransport

Eine weitere unserer zahlreichen Aktivitäten ist der Milchtransport. Das mag überraschend klingen, ist jedoch nichts Neues. Bereits in den Sechzigerjahren transportierten wir auf den Schienen Kannen mit Rahm nach Basel.

Die Milchproduktion wandte sich im folgenden Jahrzehnt dann vermehrt der Frischmilch zu, die von den Molkereien stammte. Damit kam die Strasse statt die Schiene als Transportmittel ins Spiel. Die Tankwagen aus Aluminium wurden direkt auf Lkw-Ladeflächen befestigt. 
 
Aufgrund von Temperaturschwankungen, die die Milchqualität beeinträchtigten, haben wir in den Neunzigerjahren spezielle Lastwagen mit Edelstahltanks angeschafft.In dieser Zeit wurde die Abholung auf den Bauernhöfen aktuell. Die Art und die Möglichkeiten des Milchtransports mit Fahrzeugen haben sich in Übereinstimmung mit den Hygienenormen und Sicherheitsvorschriften weiterentwickelt. 
 
Für das Einsammeln der «industriellen» Milch in den Freibergen, im Gebiet von Tramelan und dem Tavannes-Tal (bis Sorvilier), dem Vallon von St-Imier, der Region Mont-Soleil sowie bei einigen Biomilchproduzenten in der Umgebung von La Chaux-de-Fonds arbeiten wir heute mit der Mooh Genossenschaft zusammen. 90 % der Milch wird an die Migros-Zentrale ELSA in Estavayer-le-Lac (FR) geliefert, die verbleibenden 10 % werden auf verschiedene Verarbeitungsbetriebe verteilt, wie Cremo in Freiburg oder Lucens (VD) und Emmi in Dagmersellen (LU).
 
Einer unserer Lastwagen sammelt im Auftrag der Emmi-Gruppe ungefähr 18’000 Liter (6600 Tonnen pro Jahr) nicht-silierte Milch ein (Milch aus Molkereien zur Herstellung von Tête-de-Moine) und transportiert diese in die Käserei nach Saignelégier. Damit die AOC-Bestimmungen eingehalten werden, muss die für den Tête-de-Moine verwendete Milch innerhalb von 24 Stunden transformiert werden, was einen Nachttransport nötig macht.
 
Der Transport von Milch muss nach festen Regeln ablaufen und bei jedem Wetter, Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr reibungslos funktionieren. Da die topografischen und klimatischen Bedingungen in der Region schwierig sind, verfügen unsere sieben Chauffeure, die sich am Steuer unserer vier Tankwagen ablösen, über langjährige Erfahrung. Unsere Fahrer legen pro Jahr gemeinsam 325‘000 km zurück, bedienen 135 Sammelstellen und transportieren 32‘000 Tonnen Milch.