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Geschichte

Die älteste Eisenbahnverbindung in unserem Land (Zürich–Baden) war erst zehn Jahre alt, als am 2. Juli 1857 die erste Eisenbahnlinie der schweizerischen Jurakette zwischen La Chaux-de-Fonds und Le Locle von der Gesellschaft "Jura Industriel" eröffnet wurde.

Erst gegen 1870 breitete sich das Eisenbahnbaufieber schliesslich in der ganzen Gegend rasch aus. So wurde im Jahre 1872 die Linie Porrentruy–Delle eröffnet, 1874 Sonceboz–Tavannes, 1876 Delémont–Moutier und Court-Tavannes, 1877 Glovelier–Porrentruy und Moutier-Court.

Eröffnung der heute von den Chemins de fer du Jura betriebenen Bahnlinien

1. Tavannes–Le Noirmont (CTN), Länge: 22'979 m, Spurweite: 1 m
Tavannes–Tramelan (TT): ab 1884 mit Dampf betriebene Linie und ab 1913 elektrisch betrieben. Tramelan–Les Breuleux–Le Noirmont (TBN): ab 1913 elektrisch betriebene Linie. Die beiden Gesellschaften schlossen sich zur Gesellschaft Tavannes–Le Noirmont (CTN) zusammen.

2. Saignelégier–La Chaux-de-Fonds (SC), Länge: 26'446 m, Spurweite: 1 m, ab 1892 mit Dampf betriebene Linie.

3. Saignelégier–Glovelier (RSG), Länge: 24'891 m, Spurweite: 1 m (bis 1952 Normalspur 1435 mm). Ab 1904 mit Dampf betriebene Linie.


4. Porrentruy–Bonfol (RPB), Länge: 10'893 m, Spurweite: normal 1435 mm, ab 1901 mit Dampf betriebene Linie, im Jahr 1910 bis zur elsässischen Grenze erweitert, wo sie mit dem Bahnnetz des damaligen Deutschen Reichs verbunden wurde.


Fusion

Die Gesellschaft der Chemins de fer du Jura wurde 1944 gegründet. Sie entstand aus der Fusion der vier obenerwähnten Gesellschaften, die bis dahin ihre Linien einzeln betrieben hatten.


Technische Modernisierung (1946–1953)

Schmalspurnetz: Um eine vernĂĽnftige Nutzung des Rollmaterials und Personals zu ermöglichen, wurde die Strecke Glovelier–Saignelégier auf Meterspur ausgebaut.

Mit Ausnahme eines heute restaurierten Triebwagens und Personenwagens fĂĽr Extrafahrten wurde das ganze Rollmaterial durch moderne Fahrzeuge ersetzt.

Alle Strecken sind elektrifiziert und werden mit 1500 Volt Gleichstrom gespeist, der aus sechs Unterwerken in Orange, Les Reussilles, Le Noirmont, La Ferrière, Pré-Petitjean und Sceut stammt. Die Wahl dieses Stromsystems wurde durch die Präsenz der CMN (heute TransN) in La Chaux-de-Fonds bestimmt, die die gleiche Stromstärke verwendeten.

Strecke Porrentruy–Bonfol: Diese Strecke wurde mit einer Stromstärke von 15'000 Volt und 16 2/3 Hz elektrifiziert, mit einer Fahrleitung mit diagonalen Auslegern.

Der Fahrzeugpark bestand aus Kleinlokomotiven und revidierten SBB-Occasionspersonen.


Erneuerung des Rollmaterials

Strecke Porrentruy–Bonfol: 1968 wurden die Kleinlokomotiven und die drei Personenwagen durch eine Komposition mit 168 Sitzplätzen, bestehend aus einem Triebwagen BDe und einem Steuerwagen Bt, ersetzt. Ein zweiter BDe ergänzte im Jahr 1980 den Fahrzeugpark.

Schmalspurnetz: 986 kam neues Rollmaterial dazu, das über eine Geschwindigkeit von über 90 km/h verfügt und aus vier Pendelzügen besteht, zusammengesetzt aus einem Triebwagen BDe und einem Steuerwagen ABt mit 1.-Klass-Abteil, sechs Zwischenwagen B und zwei Steuerwagen BDt mit Gepäckabteil.

2001 fand die Einweihung von vier Niederflur-Gelenktriebwagen statt. Diese können mit 90 km/h verkehren und verfügen über 68 Sitzplätze in der 2. Klasse und neuen Sitzplätze in der ersten Klasse.

Diese beiden Lieferungen ersetzen einen Teil des 1952/53 konstruierten Rollmaterials.


Abteilung Strassenverkehr 

Der Busbetrieb wurde 1948 gegrĂĽndet und der erste Autobus 1952 in Verkehr gesetzt. Hinzu kamen der Warentransport und ab Mai 1971 die Milcheinsammlung.

An der rue de la Gare in Tramelan wurde 1957 die erste Garage gebaut. 1980 zog der Betrieb in einen neue Garage an der Grand-Rue in Tramelan um.

Streckenbetrieb

  • Saignelégier - Boécourt / Soubey: 33.8 km ; Eröffnung 1948 (Glovelier), 1971 (Soubey), 2013 (Boécourt)
  • Saignelégier / Tramelan - Bassecourt: 35,7 km ; Eröffnung 1948 (Glovelier- Saulcy), 1963 (Saulcy- Tramelan), 1986 (Saignelégier - Les Reussilles), 2011 (Glovelier - Bassecourt)
  • Tramelan - St-Imier: 20,1 km ; Eröffnung 1956, 1970 (Les Breuleux)
  • St-Imier - Chasseral: 13,2 km, Eröffnung 1981 (CJ ab 1994)
  • St-Imier - HĂ´pital: 2,7 km
Insgesamt 105,5 Kilometer